Moderne Schließanlagen bieten Komfort und Sicherheit, indem sie genau definieren, wer zu welchen Räumen Zutritt hat. Man unterscheidet im Wesentlichen drei verschiedene Schließanlagenarten, die je nach Gebäudetyp und Anforderung zum Einsatz kommen.

1. Zentralschloss-Anlage (Z-Anlage)

Bei einer Zentralschloss-Anlage schließen die Einzelschlüssel (z. B. der Wohnungsschlüssel) neben der eigenen Tür auch alle zentralen Türen, die von der Gemeinschaft genutzt werden.

  • Beispiel: Haustür, Hoftür, Kellertür oder Tiefgarage.
  • Einsatzgebiet: Klassischerweise in Mehrfamilienhäusern oder Siedlungshäusern.
  • Sicherheit: Keiner der Mieter kann mit seinem Schlüssel die Wohnung eines anderen Mieters öffnen.

2. Hauptschlüssel-Anlage (HS-Anlage)

Hier gibt es einen übergeordneten Hauptschlüssel (HS), der alle Zylinder der gesamten Anlage schließen kann. Gleichzeitig hat jeder Zylinder eine eigene Schließung für den jeweiligen Nutzer.

  • Funktion: Ermöglicht einer berechtigten Person (z. B. Inhaber oder Hausmeister) jederzeit Zutritt zu allen Räumen.
  • Einsatzgebiet: Einfamilienhäuser, Schulen, sowie kleine und mittlere Büro- oder Fabrikgebäude.

3. Generalhauptschlüssel-Anlage (GHS-Anlage)

Die GHS-Anlage ist eine hierarchisch aufgebaute Anlage, bei der mehrere Hauptschlüssel-Anlagen zu Gruppen zusammengefasst werden.

  • Generalhauptschlüssel (GHS): Schließt alle Türen des gesamten Objekts.
  • Hauptgruppenschlüssel (HGS) / Gruppenschlüssel (GS): Schließen jeweils nur definierte Teilbereiche oder Abteilungen.
  • Einsatzgebiet: Große Bürogebäude, Krankenhäuser, Hotels oder Infrastrukturgebäude.

Sicherheitshinweis

Bei der Planung von Schließanlagen ist zu beachten, dass die Sperrsicherheit konstruktionsbedingt geringfügig unter der von Einzelschließungen liegen kann. Wir beraten Sie gerne zu hochwertigen Systemen, die auch bei komplexen Anlagen höchste Sicherheitsstandards erfüllen.